![]()
Autor: Dr. Frank Hoffmann, HOFFMANN+LIEBENBERG GmbH , 06.05.2003
Seit geraumer Zeit bietet das WorldWideWeb-Consortium (W3C) ein Darstellungskonzept für elektronische Inhalte, dessen Potenzial bislang kaum ausgeschöpft wird: CSS - Cascading Style Sheets
Die Trennung von Gestaltungsaspekten (Design, Layout) und den eigentlichen Inhalten ist eine der Grundvorausetzungen für die erfolgreiche Organisation elektronischer Inhalte. Content Management Systeme (CMS) bieten die erforderliche Unterstützung, um strukturierte Daten mit den richtigen Gestaltungsinformationen für die jeweils medienspezifische Ausgabe zu verknüpfen.
Die für die Erfinder von HTML sicherlich überraschende Entwicklung, komplexeste Seitenlayouts, wie man Sie z.B. aus dem Zeitschriften-Bereich kennt, mit Tabellen-Schachtelungen abzubilden, ist mit relevanten produktionstechnischen Nachteilen verbunden:
Die tatsächlich globale Problematik wurde vom W3C schnell erkannt und bereits Ende 1996 mit der CSS-Empfehlung („Cascading Style Sheets“) die technische Grundlage für die Trennung von Content/Struktur und Design-Informationen geschaffen. Die zunehmend komplexeren Verarbeitungs- und Präsentations-Szenarien von Webinhalten (z.B. medienspezifische Ausgabe, Umgang mit XML-Daten) erforderten dann 1998 die Revision in Form der CSS-2-Empfehlung; diese Spezifikation wird vom einem modernen Brower (wie Internet Explorer 6.0) seit geraumer Zeit in hinreichender Weise abgebildet.
Warum überwiegt auch selbst bei aktuell produzierten Websites immer noch der Einsatz von Tabellen-Konstruktionen trotz der offensichtlichen Nachteile?
Somit findet der Übergang zum CSS-basierten Webdesign seit 1996 eher schleichend statt - aber immerhin stetig. Gerade beim Management von großen Dokumenten-Mengen kommen die Vorteile von CSS deutlich zum Tragen. Sofern eine CMS-Methodik zur Trennung von Content und Gestaltung bereits zum Einsatz gekommen ist, wird ein Übergang zum CSS-basierten Design sehr erleichtert:
Jedes Redesign der elektronischen Präsenz birgt also die Chance, sich den CSS-Grundprinzipien für die Datendarstellung zu nähern und damit den Weg zu vielfältigen Nutzungsszenarien zu ebnen.